Freiwilligenbericht: Eine Woche Cowgirl spielen

Freiwillige Eileen H. hat mit uns ihre Erfahrung auf einer Alp im Berner Oberland geteilt.

Hallöchen! Ich bin Eileen aus Deutschland, mache gerade ein Sabbatical bis Ende 2022, und bereise Europa. Aktuell bin ich mit dem Fahrrad in der Schweiz, Italien, Österreich, etc. unterwegs. Ich nutze die freie Zeit unter anderem, um mal was ganz anderes zu machen als im normalen Leben, wo ich meist nur am Schreibtisch sitze. Deshalb habe ich im Juni diesen Jahres eine Bergbauernfamilie in Mürren bei der Arbeit unterstützt. Ich habe Bauer Ruedi über die Caritas Website gefunden. Ruedi hält Schweizer Fleckvieh und mästet Kälber, die er dann verkauft, und produziert ausserdem Käse. Ich durfte ihn und seine Partnerin Serena für eine Woche unterstützen. 

Ein typischer Tag startet bei den beiden mit melken und Kühe füttern, und sie dann auf die Weide bringen. Danach wird der Stall sauber gemacht, dann erstmal Frühstück. Nach dem Frühstück wird je nach Wetterlage entschieden, was weiter getan werden muss. In meiner Gastwoche haben wir super viele verschiedene Dinge gemacht: Gras fürs Silo gemäht und eingelagert, den Stall ausgemistet, den Kuhstall gestrichen, eine neue Weide eingezäunt und die Kühe jeden Tag auf die Weide und zurück in den Stall gebracht. Ausserdem durfte ich Trecker fahren und habe den Käse geputzt, gewendet, geschnitten und verpackt. Ruedi und Serena waren super nett, haben mir alles erklärt und mich gut angeleitet. Die Kälbchen waren mega süss und der Ausblick auf Jungfrau und Eiger phänomenal. 

Mein Fazit nach einer Woche Cowgirl spielen: anstrengend, aber absolut empfehlenswert!

Normalerweise bin ich eher ein Stadtmensch, bei uns zu Hause gibt es keinen Garten oder irgendwelche Haustiere. Ich mag die Wohnung sauber, und dass die Klamotten nicht stinken. Als ich diese Woche angetreten bin, war ich also ziemlich außerhalb meiner Komfortzone. Aber wie sich herausstellt (ich weiss, totales Cliché): wenn man neuen Dingen eine Chance gibt, kann man wirklich überrascht werden wie schön und befriedigend etwas sein kann, wieviel man lernt und wie viele tolle Menschen (und Tiere) man kennenlernt. 

- Eileen H. 

 

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